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AHK für MX-5
MX-5 23R (Wankel)
Feinstaubplakette
VIN Decoder
Tachosignal
LED Standlicht NA
Steckbares Emblem
Haubenlifter INXX
Haubenlifter
Querstrebe vorn
Querstreben hinten
U-Fahrwerk-Strebe
Windschott

 

 

Stand: 31.12.14

 

Montageanleitung U-Fahrwerk-Strebe mit Fotos

 

Diese Anleitung beschreibt den Einbau einer U-Fahrwerk-Strebe im MX-5 NA bis Baujahr 94 (Modellwechsel).

 

Für meinen 93er NA habe ich mir die untere Fahrwerkstrebe an der Hinterachse gegönnt. Die Strebe stammt eigentlich vom 94er NA mit 131PS, also ein original Mazda Teil für ca. 180,00 Euro.

Nun ist es so, dass erst ab Modelljahr 94 sowie bei allen NB’s, das Chassis für diese U-Strebe vorgerüstet ist. Bei den Vorgängermodellen fehlen somit vier Befestigungspunkte die nachgerüstet werden müssen.

 

 

Für interessierte habe ich  folgend eine Anleitung für die Montage der U-Strebe zusammengestellt.

 

Voraussetzungen und Material:

- Bühne oder Grube

- 4 bis 5 Stunden Zeit

- Schutzgas-Schweißgerät

- Bohrmaschine

- Winkelschleifer

- 1 Stück U-Strebe (Mazda Art.-Nr.: NA75-56-3AY)

- 1 Stück Blechtafel (Größe ca. DIN A4, S = 3,5mm)

- 4 Stück Einschweißmuttern M10

- 4 Stück Maschinenschrauben 10x30 mit U-Scheiben

- 1 Stück Spraydose Hohlraumversiegelung

- 1 Stück Spraydose Unterbodenschutz

 

 

Bild 1:

U-Strebe (Mazda Art.-Nr.: NA75-56-3AY)

 

Bild 2:

Original Strebe beim Modelljahr 93

 

Bild 3:

Die original Strebe wird demontiert und die U-Strebe wird an den beiden hinteren Befestigungspunkten montiert. Vorher ist die Schutzverkleidung der Benzinpumpe teilweise zu entfernen. Jetzt werden die beiden vorderen Befestigungspunkte (Chassis) markiert. An diesen Positionen sind  später die Einschweißmuttern zu setzen.

 

Bild 4:

Hier ist ein vorderer Befestigungspunkt am Chassis einmal größer dargestellt. In diesem Bereich sind ab Werk schon verstärkte Bleche eingesetzt. Trotzdem ist dieser Punkt für das Setzen einer Einschweißmutter denkbar ungünstig, da hinter dem Blech nicht der Fahrgastraum sondern ein verschlossener Hohlraum ist. Somit besteht nur die Möglichkeit die Mutter von unten zu setzen. Für die von mir eingesetzte Mutter M10 muss ein 13mm

 

Bild 5:

Auf diesem Bild ist die eingeschweißte Mutter (M10) zu sehen. Beim Einschweißen der Muttern muss der Teppich im Fahrgastraum aufgrund der Übertragungshitze angehoben werden. Für die Arbeiten sollte ein leistungsstarkes Schutzgas-Schweißgerät benutzt werden, damit die Schweißnaht nicht nur aufliegt sondern durch das Blech geht. Anschließend muss durch die Mutter der dahinter liegende Hohlraum mit Hohlraumversiegelung geflutet und von außen mit Unterbodenschutz ein Korrosionsschutz hergestellt werden.

Achtung!

Da die Muttern von unten eingeschweißt und die Schraubenlöcher in der U-Strebe extrem groß sind, muss zwischen Unterboden und U-Strebe eine U-Scheibe (Bohrung 11-12mm, Außendurchmesser 30-35mm, S ca.2-3mm) gelegt werden. Verzichtet man auf diese U-Scheiben, so wird beim Festziehen der Schrauben das Unterbodenblech in die Schraubenlöcher gezogen und man bekommt keinen festen Sitz der U-Strebe.

 

Bild 6 und 7:

Jetzt wird die U-Strebe montiert, damit für die beiden mittleren Befestigungspunkte die Bleche hergestellt werden können.

 

 

Bild 8 und 9:

Als erstes habe ich mir eine Schablone aus Pappe gebaut, da diese wesentlich leichter nachzuarbeiten ist. Die fertige Schablone wird auf die Blechtafel (Stärke = 3,5mm) gelegt, ausgeschnitten und gekantet. Anschließend 13mm Loch bohren, Mutter (M10) setzen und anschweißen. Die fertigen Formbleche werden an die U-Strebe geschraubt, ausgerichtet und am Querträger angeschweißt. Damit das Lager (Querlenkerbuchse) durch die Hitze beim Schweißen nicht beschädigt wird, müssen sämtliche Teile rund um die Schweißstelle mit nassen Tüchern abgedeckt und ständig bewässert werden.

 

 

Bild 10, 11 und 12:

Nun werden die Formbleche mit Unterbodenschutz behandelt und nach einer kurzen Trocknungszeit kann die U-Strebe angeschraubt werden. Die Schutzverkleidung der Benzinpumpe muss noch im Bereich der Strebe ausgeschnitten werden.

 

 

 

FERTIG!!

 

 

Resümee:

 

Für die ersten Testfahrten habe ich mir eine entsprechende Strecke ausgesucht (Tempo 30 Bereich wegen der extremen Straßenschäden). Das Gefühl, dass sich der MX wie ein Korkenzieher verwindet ist deutlich geringer geworden. Das Tänzeln auf der Hinterachse hat stark nachgelassen, er scheint satter zu liegen.

 

Als nächstes ging’s zum Autobahnkreuz . Hier wurde mein MX beim Hineinbremsen in entsprechende Kurven auf der Hinterachse immer extrem leicht. Auch dieses Verhalten ist ein wenig geringer geworden.

 

Man darf durch diese Einzelmaßnahme natürlich kein anderes Fahrzeug erwarten, aber dies ist ein weiterer Baustein (neben Fahrwerk, Domstrebe, vordere Fahrwerkstrebe usw.) in Richtung Verwindungssteifigkeit des MX-5.

 

Diese technische Information sowie sämtliche Angaben sind natürlich ohne Gewähr!

Weiterhin übernehme ich keine Haftung für den Inhalt dieses Dokumentes.

 

Dirk Kipker

 

Die Leidenschaft ist blau !

 http://www.mx5-cruiser-nrw.de  oder  mailto:webmaster@mx5-cruiser-nrw.de

 http://www.kipker.info  oder  mail@kipker.info

 

 

Diese Technikanleitung im "pdf" Format

technikbeitrag_u_strebe.pdf

 

 

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